Welche UX-Prinzipien 3D-Viewer wirklich nutzerfreundlich machen

Was Sie in diesem Artikel erfahren:

Warum klare UX-Prinzipien bei komplexen 3D-Daten unverzichtbar sind

Im vorherigen Artikel wurde deutlich, welche Erwartungen Nutzer an einen 3D-Viewer haben. Gerade bei komplexen CAD- und 3D-Daten stellt sich jedoch die nächste Frage: 

Wie lassen sich diese Anforderungen konkret umsetzen? 

Je komplexer die Daten, desto wichtiger sind klare Gestaltungsprinzipien. Sie helfen dabei, Systeme verständlich, nutzbar und konsistent zu gestalten – insbesondere im Kontext von 3D-Viewern innerhalb von 3D-Produktkonfiguratoren. 

Welche UX-Prinzipien entscheidend sind

Die DIN EN ISO 9241-110 beschreibt sieben zentrale Interaktionsprinzipien für benutzerfreundliche Systeme. Diese Prinzipien bieten eine klare Grundlage für die Gestaltung nutzerfreundlicher Systeme. 

Sie lassen sich auch direkt auf 3D-Viewer übertragen: 

Wie UX im Entwicklungsprozess von 3D-Tools systematisch mitgedacht wird

User Experience sollte nicht erst am Ende eines Projekts berücksichtigt werden, sondern von Beginn an ein fester Bestandteil der Entwicklung von 3D-Tools und 3D-Produktkonfiguratoren sein. Das bedeutet konkret: UX-Designer werden frühzeitig eingebunden und arbeiten eng mit Entwicklung und Fachbereichen zusammen. 

Eine wichtige Grundlage dafür bietet die DIN EN ISO 9241-210, die die  menschzentrierte Gestaltung interaktiver Systeme beschreibt. Sie definiert einen strukturierten Prozess, mit dem UX systematisch berücksichtigt werden kann.

Nutzerkontext verstehen und festlegen

Am Anfang steht die zentrale Frage: 
Wer ist der Nutzer – und in welchem Kontext wird das System genutzt? 

Dazu gehören: 

Typische Methoden sind: 

Nutzungsanforderungen definieren

Im nächsten Schritt wird festgelegt, was das System leisten soll und wie es dies tun soll. 

Funktionale Anforderungen beschreiben die konkreten Fähigkeiten des Systems: 

Nicht-funktionale Anforderungen definieren die Qualität der Umsetzung: 

Gestaltungslösungen erarbeiten

Auf Basis dieser Anforderungen werden erste Lösungen entwickelt. 

Je nach Projektphase und Ressourcen: 

Ziel ist es, Struktur, Navigation und Interaktion früh sichtbar zu machen. 

Gestaltung evaluieren und verbessern

Im letzten Schritt wird die entwickelte Lösung überprüft. 

Das bedeutet: 

Die Evaluation erfolgt dabei iterativ, sodass die Lösung kontinuierlich verbessert wird. 

Welche Rolle UX bei zukünftigen Technologien wie AR und VR spielt

Mit neuen Technologien steigen auch die Anforderungen an die User Experience. 

Im Bereich der digitalen Produktvisualisierung entwickeln sich insbesondere: 

Auch zukünftige Entwicklungen, beispielsweise durch KI, werden neue Anforderungen mit sich bringen. Dabei bleibt ein zentraler Punkt bestehen: Eine gute User Experience ist entscheidend, damit Nutzer diese Technologien verstehen und nutzen können. 

anna-meyer-rund

ANNA MEYER
UX/UI-Designerin

Das könnte Sie auch interessieren