BIM wird zur Pflicht. Lohnt es sich für Sie, in BIM zu investieren? Diese Frage stellen sich aktuell viele Hersteller technischer Produkte, die in Bauprojekten zum Einsatz kommen. Denn Building Information Modeling (BIM) ist nicht länger nur ein Trendthema, sondern fester Bestandteil der digitalen Transformation der Baubranche. Seit Ende 2020 verpflichtet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen seines Stufenplans den Einsatz von BIM bei öffentlichen Infrastrukturprojekten. Der Masterplan BIM für Bundesbauten sieht darüber hinaus vor, BIM bis 2027 durchgängig über alle Lebenszyklen von Bundesbauten einzuführen, während private Bauvorhaben bislang ausgenommen sind.
Doch was bedeutet das konkret für Hersteller? Wer Produkte frühzeitig digital planbar macht, verschafft sich strategische Vorteile. Dieser Artikel zeigt, warum sich Investitionen in BIM lohnen, welche Herausforderungen realistisch sind und wie sich BIM in eine umfassende Digitalstrategie integrieren lässt.
Kurz erklärt: Building Information Modeling (BIM)
BIM ist eine Methode zur digitalen, strukturierten und kollaborativen Planung von Bauprojekten. Im Unterschied zu klassischen CAD-Modellen, die rein geometrische Informationen enthalten, verknüpft BIM 3D-Modelle mit technischen Eigenschaften, Klassifizierungen und Lebenszyklusdaten.
Für Hersteller bedeutet das: Produkte werden nicht nur als Geometrie geliefert, sondern als intelligente Datenobjekte, die direkt in digitale Planungsprozesse eingebunden werden können.
Typische BIM-Inhalte aus Herstellersicht:
Wer diese Daten strukturiert bereitstellt, wird für Planer und Architekten sichtbar und kann Produkte deutlich früher im Projekt platzieren.
Die rechtliche Entwicklung ist eindeutig:
Doch nicht nur Gesetze treiben das Thema voran. Studien zeigen deutliche Vorteile in der Praxis:
Auch private Ausschreibungen folgen dem Trend zunehmend. Wer heute vorbereitet ist, ist morgen wettbewerbsfähig.
Viele Hersteller erleben aktuell eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung.
Typische Pain Points:
Trotz Herausforderungen bietet BIM klare strategische Mehrwerte:
BIM steigert also nicht nur Effizienz, sondern auch Marktchancen und Vertrauen bei Projektbeteiligten.
Die folgenden Fragen helfen bei einer realistischen Einschätzung:
Frage | Relevanz für BIM-Investment |
Kommen unsere Produkte in der Bauplanung zum Einsatz? | Ja → BIM bringt Sichtbarkeit |
Arbeiten wir mit öffentlichen Auftraggebern? | Ja → BIM ist Pflicht oder wird es bald |
Sind unsere Produktdaten strukturiert pflegbar? | Ja → Ideal für automatisierte Ausleitung |
Haben wir bereits CAD-/Maßdaten im Einsatz? | Ja → BIM ist der nächste Schritt |
Haben wir Ressourcen für Datenpflege & Strukturierung? | Nein → Grundlagen schaffen (siehe weiterführender Artikel) |
BIM ist kein Selbstzweck – und kein einzelnes Digitalisierungsprojekt. Es ist Teil einer übergeordneten Strategie, die Produktdaten, CPQ-Systeme, PIM-Integrationen und digitale Vertriebsprozesse vernetzt. Wer frühzeitig in saubere, automatisiert erzeugte Daten investiert, profitiert nicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen – sondern stärkt langfristig seine Marktposition in einer digitalisierten Baubranche.
Lesen Sie auch “BIM-Daten automatisiert, effizient und integriert bereitstellen”, um zu verstehen, wie Hersteller ihre Daten automatisiert, effizient und systemintegriert bereitstellen können und welche Rolle Systeme wie CADClick® dabei spielen.
MANFRED MAYER
Senior Sales Representative
INA ROGALEV
Junior Marketing Manager